DW-System

Aktuelle Rangliste: shogiwertungDW.pdf

Die Spieler, die seit 24 Monaten keine Partie in Deutschland gespielt haben, werden aus der Liste gelöscht.

Falls ein Spieler, der seit Ende 2011 keine Partie mehr gespielt hat, wieder an einem Turnier teilnimmt, werden seine früheren Turnierleistungen (maximal seine letzten 10 Turniere) ermittelt.

 

DL = Durschnittsleistung: Die DL bildet die Spielstärke eines Spielers ab. Sie wird aus dem Schnitt (Median oder Durchschnitt) der Turnierleistungen der letzten Turniere (maximal 13) ermittelt. Die DL bildet also die Leistung ab, die der Spieler in letzter Zeit durchschnittlich erbracht hat. Dazu werden die Turnierleistungen gespeichert (maximal die letzten 13 Turniere). Erst ab dem 5 Turnier wird die DL gegebenfalls mit dem Median ermittelt. Falls man bei seinen ersten Turnieren keine Siege errungen hat, wird die Turnierleistung nicht gespeichert. Bei dem ersten Turnier, auf dem ein Sieg geholt wurde, wird der Gegnerschnitt mit den Zuschlag, der sich aus der Gewinnquote aller bisher gespielten Partien ergibt, addiert.

DLS = Die Liste wird nach dem DLS Wert geordnet, der sich aus dem DL-Wert minus der Abweichung ergibt.

n = Anzahl der Turniere

Ab dem 5 Turnier gilt:

Wenn der Median größer als der Mittelwert ist, wird der Median als DL genommen. 

Wennist, gilt

TL = Turnierleistung: Gegnerschnitt des Turnieres plus Zuschlag für die erzielte Gewinnquote. Der Schnitt wird mit den Median ermittelt, falls dieser höher als der Durschnitt sein sollte. Falls man gegen Gegner gespielt haben sollte, die weniger als 400 DL besitzen, gehen diese mit 400 in die Rechnung ein.

Abweichung nach unten: 69% der Messwerte bewegen sich innerhalb der DL minus der Abweichung und der DL plus der Abweichung. Es wird allerdings nur der Bereich unter der DL betrachtet. Wenn jemand hier nicht von der DL abweicht, aber höhere Turnierleistungen als seine DL erzielt hat, beträgt die Abweichung 0. Die Spieler werden mit der DL minus der Abweichung (DLS) gelistet. Die Abweichung wird ermittelt, indem die drittniedrigste Turnierleistung von der DL abgezogen wird. 

Wenn der Median der Gegnerstärken größer als der Durchschnitt der Gegnerstärken ist, wird der Zuschlag mit dem Median der Gegnerstärken addiert. Das verhindert, dass schwache Gegner dem Durchschnitt runterziehen. In der Regel ist der Median kleiner als der Durchschnitt, da der Median auch gegenüber starken Ausreißern robust ist. Der Median greift also nur, wenn der Stärkeunterschied der Gegner zu groß ist und damit - z. B. bei 5 Runden -  einer oder zwei schwache Gegner den Schnitt runterziehen, obwohl man gegen mehr - bei fünf Runden also mindestens drei - starke Gegner gespielt hat. So etwas kommt auf Shôgiturnieren oft vor. Mit dieser Methode werden auch weniger geeignete Losverfahren (z.B. Schweitzer-System, Jeder gegen Jeden usw.) sinnvoll auswertbar. Falls also

ist, gilt

Ab dem sechsten Turnier gilt: Wenn ein Spieler seine Gewinnerwartung erfüllt, wird die DL als Turnierleistung genommen. Die Gewinnerwartung wird je nach Anzahl der Runden eines Turnieres gerundet, da man z. B. bei fünf Runden keine 50% holen, sondern sich nur mit 40% annähern kann. Es gilt also: Die TL ist gleich der DL, wenn die hypothetische Turnierleistung (wenn man einen Sieg mehr geholt hätte) größer ist als die DL, während die tatsächliche Turnierleistung kleiner ist als die DL. Gleichzeitig gilt, dass die TL gleich der DL ist, wenn trotz 100% Gewinnquote die TL kleiner ist als die DL.

Falls ist, wird die Turnierleistung mit der DL gleichgesetzt.

Bei 100% Gewinn- bzw. Verlustquote gilt:

Falls oder falls ist, wird die Turnierleistung mit der DL gleichgesetzt.

Bis zum fünften Turnier wird die Abweichung mit einer Annäherungsformel bestimmt und ist bei 800 gedeckelt:

Danach gilt:

m = 2 wenn n größer gleich 5 und kleiner gleich 8 ist

m = 3 wenn n größer gleich 9 und kleiner gleich 13 ist

 

DL = Durchschnittsleistung (Spielstärke)

TL = Turnierleistung

G = Gegnerstärke (DL der Gegner)

nt = Anzahl der Runden des Turnieres

n = Anzahl der Turniere

ng = Anzahl aller gespielten Partien

Z = Zuschlag (siehe unten) an der Stelle des Quotienten, der sich aus den gewonnenen Runden (Rg) durch die Anzahl der Runden des Turnieres ergibt.

Sigma = Abweichung nach unten

Rg = Anzahl der gewonnenen Partien

 

Das System zusammengefasst:

GS = Schnitt der Gegnerstärke

G = DL's der Gegner. Wenn die DL eines Geners kleiner als 400 sein sollte, geht diese mit 400 in die Rechnung ein.

nt = Anzahl der Runden des Turnieres

GSbar = GS-Wert mit dem Durchschnitt

GStilde = GS-Wert mit dem Median

TL = Turnierleistung. Die Anzahl der Einträge wird durch den gerundeten Wert n/4,5 festgelegt. Ein Turnier mit z. B. 10 Runden gilt als zwei Turniere und daher wird die TL zweimal eingetragen. 

Z = Zuschlag an der Stelle von Rt (Anzahl der gewonnen Runden des Turnieres) durch nt (Anzahl der Runden eines Turnieres). Der Zuschlag ist bei +800 und -800 gedeckelt

DL = derzeitige Durchschnittsleistung

DLneu = die neu zu berechnende Durchschnittsleistung

n = Anzahl aller gespielten Turniere (siehe TL: Manche Turniere werden aufgrund der großen Rundenanzahl mehrmals gezählt). n ist bei 13 gedeckelt. Frühere Einträge werden entsprechend gelöscht. 

DLbar = Durchschnittsleistung mit dem Durchschnitt

DLtilde = Durchschnittsleistung mit dem Median

Sigma = Abweichung nach unten

Rg = Alle bis dahin erspielten Siege aus allen Turnieren

ng = Anzahl der Runden aller gespielten Turniere

TLm = Dritt- bzw. zweitkleinste Turnierleistung innerhalb der letzten (maximal 13) Turniere)

DLSneu = Neuer DLS-Wert; nach diesem Wert wird gelistet

Sneu = Neuer Rang

S = alter Rang

X = Wert (Rang) an der Stelle DLS neu. Siehe Systemvergleich unten

Ränge

Ab dem zweten Turnier und einer DLS über 200 bekommt man einen Rang (siehe Tabelle: Shôgi Wertungssysteme). Dieser Rang wird nach der DLS vergeben. Man bekommt einen Rang also nicht mit dem DL-Wert, sondern erst dann, wenn 85% der Leistungen sich oberhalb des Grenzwertes befinden. Einen Rang kann man nicht mehr verlieren. Die Ränge im Dan-Bereich entsprechen im Durchschnitt den japanischen Rängen und sind daher höher als die FESA-Ränge.

Inzwischen haben die Befürworter des FESA Systems nach fünf Jahren endlich ein Argument vorgetragen, warum die Ränge im Schnitt drei Ränge niedriger als in Japan sind: Man wolle sich nicht blamieren, falls es zu Spielen zwischen Japanern und Europäern kommt. Meine Antwort darauf ist folgende: Bisher zeigte sich bei Turnieren mit japanischer Beteiligung immer, dass die Japaner im Schnitt nicht stärker waren als Europäer, die im Schnitt drei Ränge niedriger gelistet waren. Man sieht, wenn man sich die Abschlusstabellen von internationalen Turnieren betrachtet, dass die Japaner schwächer sind, als Europäer, die den gleichen Rang in FESA-System wie sie in japanischen System besitzen. Man blamiert sich also nicht, wenn man die Ränge gleichsetzen würde. Die Turnierleistungen von japanischen und europäischen Spielern bestädigen im Schnitt die Rangabweichung. Außerdem habe ich selbst schon einige Wertungspartien, mehrere hunderte Partien ohne Wertung und mehrere tausende Partien in Internet gegen Japaner gespielt, deren realen Rang bekannt war. Auch dort habe ich mich nicht mit meinem DW-Rang und meinem japanischen Rang blamiert. Es gibt zwar mehrere Möglichkeiten in Japan einen Rang zu bekommen und damit auch Spieler, die einen sehr harten Weg eingeschlagen haben und damit mit ihrem Rang stärker sind als der Schnitt der Spieler mit diesem Rang, aber im Schnitt stimmt die Abweichung, da dies nicht der Standardweg ist, um einen Rang in Japan zu bekommen. Es gibt auch Wege, einen hohen Rang in Japan zu bekommen, obwohl man diese Spielstärke gegen den Schnitt der Dan-Träger nicht erreicht. In Mittel gleichen sich die verschiedenen Wege an und ich betrachte den Durchschnitt und eben nicht die Sonderfälle. Wenn ein japanischer Spieler im Schnitt mit einer bestimmten Spielstärken einen bestimmten Rang bekommt, muss man auch in Europa mit der selben Spielstärke den gleichen Rang bekommen. Die Turnierleistungen von internationalen Turnieren zeigen, dass man sich eben nicht blamiert, zumal viele starke europäische Spieler, die in Europa höchstens den dritten Dan erreichen in Japan offiziel den 5. bis 6. Dan besitzen.   

Zum Thema Profi-Ränge: Häufig findet man die Angabe, dass ein 6. Dan (Amateur) einem 6. Kyû Shôreikai-Spieler entsprechen würde. Shôreikai-Spieler sind keine richtigen Profis, sondern Profianwärter. Profi ist man erst dann, wenn man den 4. Dan erreicht hat. Dass ein 6. Dan (Amateur) so stark wie ein 6. Kyû Shôreikai-Spieler wäre, ist eine Fehlinterpretation einer japanischen Angabe, die auf vielen japanischen Seiten berichtigt wird. Diese Angabe sagt lediglich, dass ein 6. Dan (Amateur), der Profi werden möchte, automatisch als 6 Kyû eingestuft wird. Das sagt aber nichts über seine Spielstärke aus. Der Wert ist willkürlich gesetzt. So gut wie niemand bleibt beim 6 Kyû stehen. Shôreikai-Spieler steigen am Anfang sehr schnell. Die tatsächliche Spielstärke ist der Rang, den sie dann erreichen. Im Durchschnitt ist dies an der untersten Grenze der 2. Dan und eben nicht der 6. Kyû. Streng genommen müsste ich in der Tabelle die Ränge der Profispieler bis zum 2. Dan entfernen, da sonst der EIndruck entsteht, dass man die Ränge darunter mit den Amateur-Rängen vergleichen könnte. Dies ist nicht der Fall, da man, um in das System zu kommen, den 6 Dan der Amateure gehabt haben muss. Dies ist also der niedrigste Vergleichswert. Man kann keinen 5. Dan (Amateur) oder darunter sinnvoll mit dem Profisystem vergleichen. Die Ränge 6. Kyû bis 1. Dan im Profisystem dienen also nur einen Auswahlverfahren, da es auch Menschen in Japan gibt, die sich einen Rang einfach kaufen. Ab dem 2.- 4. Dan entscheidet sich dann, welcher Spieler eine höhere Spielstärke aufweist und das Zeug zum Profi hat. Dieses System ist aber nicht unproblematisch. Das haben auch die Japaner erkannt. Es gibt sehr gute Spieler, die gute Ergebnisse gegen hochgradige Profispieler erreichen und dennoch nicht den 4. Dan in diesem System bekommen haben. Es gibt einen Fall, wo dieser Fehler deutlich wurde und man sich dazu entschied, dass dieser Amateurspieler außerhalb dieses Systems zum Profi ernannt wird.

Systemvergleich (Nachtrag: Inzwischen hat 81-Dojo die Ränge wieder verändert. Die Tabelle muss also um einen Rang nach oben verschoben werden. Z. B.: Der 6 Dan der jap. Amateure entspricht nun dem 4. Da in 81-Dojo usw.)

Bei Profispielern sind einige Ränge grün unterlegt, da man erst ab dem 4 Dan als Profispieler zählt. Bei der Plattform 81 Dôjô zählen die Maximalwerte (die höchste Elo, die der Spieler erreicht hat), da die User - bedingt durch das Wertungssystem - nicht selten um mehrere hundert Punkte schwanken. Da auch die Ränge auf 81 Dôjô nicht fest sind, muss man auch hier den Maximalwert betrachten. Die gelb unterlegten Ränge bilden nicht wirklich die Spielstärke ab, sondern sind Ehrenränge. Daher sind auch bei den Profis und japanischen Amateurspielern keine Begrenzungsstriche gezogen worden. Ein 6. Dan Amateur kann genauso stark sein, wie ein 8. Dan Amateur. Ausnahmen: Bei den Shôgiplattformen 81 Dôjô und Shôgi Club 24 (SC24) sind die Ränge 7. und 8. Dan tatsächlich mit der Elozahl gekoppelt. Eine weitere Ausnahme ist das Elo-System der FESA. Hier muss man sehr harte Bedingungen erfüllen (man muss japanische Top-Amateurturniere gewinnen), die allerdings nicht wirklich Sinn ergeben: Ein Japaner bekommt mit einer viel niedrigeren Spielstärke den 6 Dan. Er muss dabei nicht an speziellen Turnieren teilnehmen oder sie gewinnen.

Tabelle für DL-Differenzen und Zuschlag

 

Z  
DL-Differenz Gewinnquote Verlustquote
0 bis 3 50% 50%
4 bis 10 51% 49%
11 bis 17 52% 48%
18 bis 25 53% 47%
26 bis 32 54% 46%
33 bis 39 55% 45%
40 bis 46 56% 44%
47 bis 53 57% 43%
54 bis 61 58% 42%
62 bis 68 59% 41%
69 bis 76 60% 40%
77 bis 83 61% 39%
84 bis 91 62% 38%
92 bis 98 63% 37%
99 bis 106 64% 36%
107 bis 113 65% 35%
114 bis 121 66% 34%
122 bis 129 67% 33%
130 bis 137 68% 32%
138 bis 145 69% 31%
146 bis 153 70% 30%
154 bis 162 71% 29%
163 bis 170 72% 28%
171 bis 179 73% 27%
180 bis 188 74% 26%
189 bis 197 75% 25%
198 bis 206 76% 24%
207 bis 215 77% 23%
216 bis 225 78% 22%
226 bis 235 79% 21%
236 bis 245 80% 20%
246 bis 256 81% 19%
257 bis 267 82% 18%
268 bis 278 83% 17%
279 bis 290 84% 16%
291 bis 302 85% 15%
303 bis 315 86% 14%
316 bis 328 87% 13%
329 bis 244 88% 12%
345 bis 357 89% 11%
358 bis 374 90% 10%
375 bis 391 91% 9%
392 bis 411 92% 8%
412 bis 432 93% 7%
433 bis 456 94% 6%
457 bis 484 95% 5%
485 bis 517 96% 4%
518 bis 559 97% 3%
560 bis 619 98% 2%
620 bis 735 99% 1%
Über 735 100% 0%

Klassen

Man kann die Spieler in Klassen unterteilen, wie es auch im Schach üblich ist. Dadurch wird deutlicher, was die DL aussagt. Die Werte und Angaben gelten für erwachsene Spieler. Niedrigere Ränge und Werte werden von Kindern und Jugendliche besetzt. Natürlich gibt es auch Jugendliche, die höhere Werte erreichen. Aber es gibt nur zwei erwachsene Spieler, die eine DL unter 800 besitzen. Daher ist 800 ein guter Wert, um die Grenze zu ziehen. Da Shôgi das Glück hat, keine Nachwuchsprobleme zu haben, beginnt diese Aufstellung bei den oberen 41% der Liste.

Ich habe auch die Werte der Profispieler aufgenommen. Wie auch bei den japanischen Werten (siehe Profispieler) gibt es hier einen Bereich, bei dem sich der Amateurbereich und der Profibereich überschneiden. Der Durchschnittswert der Amateure in der japanischen Liste stimmt mit den höchsten Wert der europäischen Spieler (vor der Deflation des Elo-Systems) und mit dem höchsten DL-Wert der deutschen Spieler überein. Dieser deutsche Spieler hat auch einen der höchsten Elo-Wert in der europäischen Liste. Aufgrund der Deflation hat er in der Elo-Wertung der FESA aber "nur" über 2100. Die Spieler, die vor der Deflation über 2200 hatten, sind heute unter diesem Spieler gelistet.

Da man einen Dan mit der DLS bekommt (d. h.: erst wenn 85% der Leistungen über der Grenze sind), hat nicht jeder Spieler, der die DL eines bestimmten Ranges besitz, diesen Rang. 11% der deutschen Spieler besitzen einen Dan-Grad. 5% besitzen den 1. bis 3. Dan.  6% besitzen den 4. bis 6. Dan. Nur 3% der Spieler haben den 6. Dan.

DL Kategorie  
ab 2700 Gehört zu den besten japanischen Großmeistern (Ab diesem Wert gehört man zu den neun besten Spielern) Profi
ab 2500 Japanischer Großmeister (Die oberen 55 Profispieler der Liste) Profi
ab 2400 Einstiegswert der japanischen Großmeister (4. Dan der Profis), Ca.  ab Platz 100 besitzen die Profispieler eine Spielstärke über 2400. Profi
ab 2200 Gehört zu den besten Amateurspielern der Welt. Bei dieser Spielstärke kreuzen sich der Bereich der stärksten Amateure und der Bereich der untersten 25 Profispieler. (Ca. ab Platz 150 besitzen die Profispieler eine Spielstärke, die über 2200 liegt, und ab Platz 135 haben die Profis eine höhere Spielstärke als 2300). Nur 1% der deutsche Spieler (zwei Spieler) besitzen diese Spielstärke. Nur ein Spieler erreicht diesen Wert auch fast bei 85% der Erhebungen.

Profi /

Amateur

ab 2000 Experte: Spielstärke eines 6. Dan, der der höchste Rang der Amateure ist. Nur 4% der deutschen Spieler besitzen diese Spielstärke. Nur 3% haben diese Leistung bei 85% der Erhebungen erreicht und sind damit Träger des 6. Dan. Amateur
ab 1800 A-Klasse der Amateure: Sehr guter Vereinsspieler, der regelmäßig Turniere gewinnt, oder Chancen hat, auch Turniere mit hohen Gegnerschnitt zu gewinnen. (die oberen 6% der deutschen Rangliste) Amateur
ab 1600 B-Klasse der Amateure: Guter Vereinsspieler, der schon Turniere gewonnen hat, oder Chancen hat, Turniere mit mittleren Gegnerschnitt zu gewinnen. (die oberen 9% der deutschen Rangliste) Amateur
ab 1400 C-Klasse der Amateure: Ein überdurchschnittlich starker Spieler, der Turniere mit niedrigen Gegnerschnitt gewonnen hat, oder gewinnen könnte. (die oberen 13% der deutschen Rangliste) Amateur
ab 1200 D-Klasse der Amateure: Durchschnittlicher Hobbyspieler (die oberen 21% der deutschen Rangliste) Amateur
ab 1000 Gelegenheitsspieler (die oberen 25% der dt. Rangliste) Amateur
ab 800 Anfänger (die oberen 41% der dt. Rangliste) Amateur

 

Handicaps

Vorgaben werden in diesem System nicht berücksichtigt. Vorgabepartien sind im Japan nur für Trainingspartien und im Dôjô gestattet. Auf Turnieren werden keine Vorgaben gegeben. Und selbst bei Trainingspartien und im Dôjô sind die Vorgaben der Japaner um einiges geringer als die Vorgaben im FESA-System.

Für die Spieler, die Trainingspartien mit Vorgaben spielen wollen, stelle ich hier noch eine Tabelle mit dem japanischen Vorgaben zur Verfügung:

Diff. Handicap  
     
2 linker kyōsha (Lanze) L
3 kaku (Läufer) B
4 hisha (Turm) R
5+6 linker kyōsha und hisha RL
7+8 hisha und kaku 2p
9-10 2x kyōsha + hisha und kaku 4p
11 Keima (Springer) + 2x kyōsha + hisha und kaku 5p
12 2x keima + 2x kyōsha + hisha und kaku 6p

Mit der Differenz ist der Rängeunterschied gemeint. D. h.: Ein 3 Dan Spieler (Amateur) muss einem 2. Kyû (Amateur) einen Turm vorgeben, da eine Differenz von vier Rängen vorliegt. Man sieht, dass die Differenzen höher sind, als die bei der FESA angegebenen Elo-Differenzen. Ein 9 Dan Profispieler gibt in Japan einen 1 bis 2 Dan Amateurspieler in der Regel nur eine 2p-Vorgabe (Turm und Läufer). Hidetchi sagt in einer seiner Videos, dass ein 8 bis 9 Dan Profispieler einen 2 Dan Amateur zwei Figuren vorgibt. Die Tabelle für die Rangunterschiede findet man auf mehreren Internetseiten (auch auf Englisch) und auch auf Youtube findet man einige Videos, die das bestädigen: z. B. https://www.youtube.com/watch?v=GiRSQ_GIC4o

Deshalb müssen bei Besuchen von japanischen Profispielern, diese erst dazu überredet werden, den europäischen Spielern mehr Figuren vorzugegen. Auch solche Partien zeigten (neben Auswertungen mit Engines), dass diese Vorgaben zu hoch waren. Es gab einige Spieler, die Vorgabepartien gegen Profis gewannen (manche sogar mehrmals), obwohl sie laut den FESA-Werten noch weit von einer 50-50 Chance entfernt waren und damit die Vorgabe aus der Sicht der FESA noch zu niedrig gewesen wäre. Wenn man allerdings meine Werte und die Vorgaben, die in Japan üblich sind, zu Rate zieht, ist dieses Ergebnis nicht verwunderlich. Das gleiche Bild zeigt sich auch, wenn man die Handicappartien betrachtet, die unter Amateuren ausgetragen werden. Wenn man dann wieder bedenkt, dass unter den Siegern auch Halter des 1 Kyû bis 1 Dan - laut FESA - waren und nur eine Läufervorgabe (ein Unterschied von drei Rängen) bekamen, zeigt sich auch hier, dass die europäischen Ränge zu niedrig angesetzt sind.  Auch bei dem letzten Besuch von zwei Top-Profis (Watanabe und Hirose) gewannen die meisten Spieler ihre Vorgabepartie, obwohl die Vorgabe - laut FESA - viel zu niedrig gewesen wäre. Einige Spieler gewannen wieder einmal nur mit einer Läufervorgabe, was laut japanischen Kriterien bedeutet, dass sie mindestens den 5 Dan besitzen müssten. Einer dieser Spieler hat diesen Rang auch offiziel in Japan, aber eben nicht in Europa. Unter den Gewinnern war auch ein Spieler, der in Europa den 1 Kyû besitzt und gegen Watanabe mit einer Turmvorgabe gewann. In meinen System hat dieser Spieler den Rang, der nach japanischen Kritierien zu erwarten ist. Wenn die europäischen Ränge und Vorgaben den japanischen Kriterien gleichen würden, hätte er diese Vorgabe nicht gewinnen dürfen und Watanabe hätte ihm für eine 50:50-Chance - laut japanischen Kriterien - vier Steine vorgeben müssen. Wenn man die Werte der FESA ansetzt, hätte er selbst eine Vorgabe von sechs Steinen - also die höchste Vorgabe - nicht gewinnen dürfen. Noch lächerlicher wird die Sache, wenn man annimmt, dass die Elo-Differenzen der FESA bei den Vorgaben und die Elo-Werte richtig seien - was die FESA ja tut -, aber zusätzlich - wie es die FESA auch bei Amateurspielen tut -, nun auch folgerichtig die Elozahlen der Profis damit bestimmt. Laut diesen Angaben müssten Watanabe und Hirose unter 2000 Elo besitzen, da eine Turmvorgabe - laut FESA - einen Unterschied von 250 Elo und eine Läufervorgabe einen Unterschied von 200 Elo bedeutet! Wenn man die hohen Vorgaben berücksichtigt, ergibt sich immer noch das gleiche Bild. Wer also behauptet, dass die Angaben der FESA korrekt seien und diese Elodifferenzen eine 50:50-Verteilung bedeutet, behauptet gleichzeitig, dass der zweitplazierte unter den Profis und der zwölfplatzierte unter den Profispielern in europäischen System unter 2000 Elo hätten und damit schwächer wären, als manch europäischer Amateurspieler. Sie würden es also nicht einmal unter die Top 50 der FESA-Rangliste schaffen. Soviel zum Argument, dass die japanischen Vorgaben zu niedrig seien und die Europäer es besser wüssten. Schon seit fünf Jahren häufen sich die Widersprüche, indem die tatsächliche Gewinnquote bei Handicappartien unter Amateuren untersucht wurde, wo sich zeigte, dass hier eben keine 50:50-Verteilung herrscht, und indem man die gleiche Engine gegeneinander spielen lies, wobei eine Seite Vorgaben gab. Auch hier zeigte sich, dass die Werte der FESA eben nicht stimmen. Da es die gleiche Engine war, waren beide Seiten auch gleich stark. Also müsste die Seite, die die Vorgaben gab, eine Verlustquote aufweisen, die sich mit den Elo-Differenzen der FESA deckt. Tatsächlich war die Verlustquote viel höher und glich den japanischen Angaben. All das haben die Anhänger dieser Praxis der FESA ignoriert. Einigen Anhängern habe ich an ihrer eigenen Gewinnquote bei Vorgabepartien demonstriert, dass sie nicht mal annähernd 50% erreicht haben, wie sie es behaupten. Auch das brachte nichts. Genauso hält sich wacker die Behauptung, dass ein 6 Dan Amateurspieler niedriger anzusetzen sei, als ein 1 Dan Shôreikai-Spieler. Manche setzen einen 6 Dan Amateurspieler sogar mit einen 6 Kyû Shôreikai-Spieler gleich (Siehe Text "Ränge")! Wenn das der Fall wäre, wie erklärt man sich dann das oben verlinkte Video, wo ein 1 Dan Amateur mit nur zwei Figuren Vorgabe gegen den 9 Dan Profispieler Watanabe gewinnt und keiner in Japan das seltsam findet, obwohl es zahlreiche solcher Videos gibt? Laut FESA wäre zwischen diesen beiden Spielern nur ein Unterschied von 450 Elopunkten anzunehmen. Oder, um die Frage unter einen anderen Blickwinkel zu betrachten, wie erklären es sich die Verteidiger der FESA-Werte, dass europäische Spieler, die wie der japanische 1 Dan-Spieler in Video, diese Vorgabe gegen Watanabe gewannen, in FESA-System nicht einmal einen Dan besitzen? Und warum haben selbst einige europäische Spieler, die eine niedriger Vorgabe als zwei Steine von Watanabe bekamen und gewannen, keinen Dan in FESA-System? Oder warum erhält man bei diesen Spielern - wenn man die japanische Tabelle zu den Rangunterschieden befragt - die Ränge, die sie in meinen System besitzen, wenn doch meine Ränge viel zu hoch sind - wie es die Anhänger des FESA-Systems behaupten? Und wie erklären sich die Leute, die dieser Behauptung anhängen, dass man die Tabelle und die Angaben, wieviel ein Profi einem bestimmten Rang vorgibt, für die japanischen Vorgaben auf mehreren englischen und japanischen Seiten findet? All das wird seit fünf Jahren ignoriert. Gewertete Vorgabepartien sind nach wie vor Praxis auf europäischen Turnieren und auch die Behauptung, dass die Werte der FESA perfekt funktionieren würden, hört man immer wieder. Die Anzahl an Vorgabepartien ist aber inzwischen gesunken, da sich inztwischen wenigstens einige Spieler überzeugen ließen. Das DW-System wird diese Partien auch weiterhin nicht werten. Wenn man sie Werten möchte, dann bitte mit den japanischen Werten, die sich bis dato als zuverlässiger erwiesen haben.

Mit der Tabelle "Shôgi-Wertungssysteme" kann man die Differenzen für Trainingspartien leicht ermitteln. Wichtig dabei ist, dass man bei Systemwechsel (vom Profi zum Amateursystem) auch beim Übergang in die nächste Tabelle springt. Die gelb unterlegten Ränge werden nicht mitgezählt. DIe Zählung (beim 8. Dan beginnend, da der 9. Dan gelb unterlegt ist) lautet also: 7 Dan (Profi)  > 6 Dan (Profi) > 6 Dan (Amateur) > 5 Dan (Amateur) > 4 Dan (Amateur) > 3 Dan (Amateur) > 2 Dan (Amateur). Es herrscht hier ein Unterschied von sieben Rängen und daher werden hisha (Turm) und kaku (Läufer) vorgegeben.

Zeitmodi

Im FESA-System werden keine Partien berücksichtigt, die unter 30 Minuten und 30 Sekunden Byôyomi (d. h.: nach Ablauf der Grundzeit, die 30 Minuten beträgt, hat man für jeden weiteren Zug 30 Sekunden) gespielt wurden. In diesem System liegt die Grenze bei 10 Minuten und 30 Sekunden. Die Zeitgrenze wurde deshalb so gewählt, da es zahlreiche Beispiele aus den asiatischen Raum gibt, wo bei Amateurturnieren kürzere Bedenkzeiten als bei uns verwendet werden. Beim Internationalen Shôgi Festival in Japan betrug der Zeitmodus 2008 20 Minuten und 30 Sekunden Byôyomi und 2014 wurde als Zeitmodus 15 Minuten und 30 Sekunden Byôyomi gewählt. Auch wenn man sich andere japanische Amateurturniere ansieht, stellt man fest, dass 20 Minuten und 30 Sekunden Byôyomi der Modus ist, den man am meisten antrifft. Alle Partien ohne Byôyomi werden nicht gewertet. Es muss die Möglichkeit bestehen, um über die Grundbedenkzeit hinaus, eine Partie zu beenden.

 

Kriterien, damit eine Partie überhaupt gewertet wird

- Der Zeitmodus muss mindestens 10 Minuten und 30 Sekunden Byôyomi sein. Höhere Grundbedenkzeiten ohne Byôyomi sind nicht zulässig und werden ignoriert.

- Es darf keine Vorgabe gegeben werden. Vorgabepartien werden ignoriert.

- Partien, die in Internet gespielt wurden, werden nicht gewertet.

- Wenn Turnierergebnisse nicht veröffentlicht werden, werden diese auch nicht gewertet.

- Partien in Klubheim - sofern es sich nicht um geloste Partien handelt - werden nur ausgewertet, wenn es mindestens 5 Partien sind. Die Bedenkzeit muss mindestens 10 Minuten und 30 Sekunden Byôyomi betragen. Es darf keine Vorgabe gegeben werden. Die Turnierleistung wird dabei nicht mit dem Median bestimmt. Bei Partien, die nicht durch ein Losverfahren zustande kommen, zählt immer der Durchschnitt der gegnerischen DLs. Spieler, die eine DL unter 400 haben, gehen mit ihrer DL in die Rechnung ein. Gewonnene Partien gegen Spieler, wo eine 100% Gewinnerwartung vorliegt, werden nur dann ausgewertet, wenn die Differenz nicht höher als 900 Punkte ist. Die Klubs, die dieses Angebot nutzen wollen, sollen die Ergebisse in mein Gästebuch schreiben. Ich werde sie dann auswerten.

 

Vorteile der DW-Wertung

. Das neue DW-System ist viel einfacher zu handhaben als das Elo-System der FESA.

- Im DW-System werden alle Turniere ausgewertet, die die Anforderungen an die Bedenkzeit erfüllen. Das Elo-System der FESA hält sich nicht an seine eigenen Anforderungen. So werden die Klubturnieren nicht ausgewertet, weil die Bedenkzeit hier 20 Minuten und 30 Sekunden Byôyomi beträgt. Seltsam ist, dass das ISF in Japan zweimal ausgewertet wurde, obwohl 2008 die Bedenkzeit hier ebenfalls bei 20 Minuten und 30 Sekunden Byôyomi und 2014 sogar bei nur 15 Minuten und 30 Sekunden Byôyomi lag. Das DW-System konnte die Ergebnisse der deutschen Teilnehmer auswerten, ohne die eigenen Anforderungen zu missachten. Da die Klubturniere 2014 die häufigste Turnierform war, muss das Elo-System der FESA wohl sehen, wie es damit zurechtkommt, dass diese Turniere nicht berücksichtigt werden. Aktuelle und verlässliche Werte kann man wohl kaum erwarten, wenn fast die Hälfte der deutschen Turniere nicht beachtet wird. Dabei standen die Klubturnieren in der Teilnehmerzahl in nichts nach und der Gegnerschnitt war sogar höher als bei den anderen Turnieren.   

- Die DW-Rangliste ist spätestens drei Tagen nach der Veröffentlichung der Turnierergebnisse online. Bisher habe ich es immer geschafft, dass die neue Liste spätestens am nächsten Tag zu veröffentlichen. Bei der Eloauswertung ist es schon mehrmals vorgekommen, dass die neuen Elowerte monatelang auf sich warten lassen.

- Die Ränge entsprechen im Durchschnitt den japanischen Rängen.

- Mit dem DW-System kann man verschiedene Systeme miteinander vergleichen.

- Inflation und Deflation werden dadurch vorgebeugt, dass sich die DL nicht - wie es bei anderen Systemen üblich ist - ständig verändert. Das Elo-System wertet jede Partie für sich und benutzt eine hypothetische Gewinnerwartung, die mit einem Koeffizienten multipliziert wird. Hier wird auch nicht die Glockenverteilungskurve, sondern eine Annäherungsfunktion verwendet, die bei großen Unterschieden in der Spielstärke versagt. Solche Konstellationen sind auf Shôgiturnieren aber gegeben. Das Elo-System ist ein Annäherungsverfahren, das eine aufwendige statistische Auswertung ersetzen soll und nur funktioniert, wenn viele Partien und viele aktive Spieler im System sind. Beides ist aber im europäischen Shôgi nicht gegeben. Im DW-System wird die tatsächliche Gewinnquote benutzt. Die Werte sind direkt aus der Verteilungskurve entnommen. Wenn ein Spieler seine Leistung hält, verändert sich auch nicht seine DL. Im Elo-System kommt es öfters vor, dass ein Spieler sinkt oder steigt, obwohl er nur die zu erwartende Leistung erbracht hat. Es kommt sogar - aufgrund der Bonuspunkte - vor, dass ein Spieler steigt, obwohl sein Ergebnis unter der Erwartung liegt.

- Das DW-System erlaubte vorhersagen, die mit den Elo-System der FESA nicht möglich waren. Es gab einige Spieler, die bei der Einstufung in beiden Systemen Werte erhielten, die sehr weit auseinander lagen. Es hat sich bisher gezeigt, dass das DW-System hier zuverlässiger arbeitet, da diese Spieler (wenn die DL niedriger als ihre Elo war, oder umgekehrt), nie ihre Gewinnquoten erreichten, die sie laut ihrer Elo holen müssten. Ihre Elo sank nach vielen Turnieren, wenn der DL-Wert niedriger war, oder stieg, wenn der DL-Wert höher war. Das hat natürlich zur Folge, dass diese Spieler, die falsch eingestuft wurden, die Werte der anderen Spieler hochpushen oder runterziehen. Das neueste Beispiel ist ein Spieler, der im Elo-System mit über 1700 Punkten eingestuft wurde, obwohl dieser Wert weit über seiner Turnierleistung (die Leistung betrug 1410) lag. Im DW-System wurde er mit 1410 DL und einem Sigma von 272 eingestuft. Seine DLS betrug also 1138. Bei seinen zweiten Turnier hat er keine einzige Partie gewonnen, obwohl er drei schwache Gegner hatte. Wenn er tatsächlich seinen angeblichen Elo-Wert besitzen würde, hätten diese Gegner eigendlich kaum eine Chance gegen ihn haben dürfen. Zwei Gegner hatten um die 1300 Elo und einer hatte sogar weniger als 900 Elo. Er sank nach diesem Turnier um 80 Elo-Punkte und besitzt immer noch über 1600 Elo. Seine Elo wird also auch in Zukunft die Elo-Werte seiner Gegner hochpushen.

Ein weiterer Spieler, der mit über 1800 im Elo-System gelistet ist, hat im DW-System gerade einmal 1480. Seit mehreren Turnieren erbringt er diese Turnierleitung  Er hat nie - nicht mal annähernd - eine Turnleistung von 1800 erbracht. Und schon seit über einem Jahr zeigt es sich, dass die DW-Wertung Recht behält, da sie seinen Turnlierleistungen entspricht. Auch hier deckt sich die Realität mit meinen Werten, wärend der Elowert weit von der Realität entfernt ist. Und dennoch gibt das DW-System im Gegensatz zum Elo-System der FESA die Abweichung an.

Es gibt auch Spieler, die zu niedrig eingestuft wurden und selbst nach Jahren nicht die Spielstärke erhielten, die sie auf Turnieren immer wieder gezeigt haben. Es gibt z. B. einen Spieler, der mit 585 Elopunkten eingestuft wurde, obwohl er drei Partien hintereinander gegen einen Gegner mit 1200 Punkten gewann. Er gewann dann auch gleich sein zweites Turnier gegen Gegner, gegen die er eine fast 98% Verlustquote gehabt haben müsste, wenn seine Elo gestimmt hätte. Seine Leistung betrug 1773 im Durchschnitt und 1943 mit dem Median. Damit lag er weit über seinem damaligen Elo-Wert. Seit er Shôgi spielt, hat er die meisten Turniere in diesem Zeitraum gewonnen und seine Turnierleistung lag dabei auch einige Male weit über 2000. Dennoch hat er nach 5 Jahren nur über 1600 Elo erreicht. Seine DL hingegen beträgt über 2000, was sich auch mit seiner durchschnittlichen Turnierleistung deckt. Auch ein weiterer Spieler musste Jahrelang Turniere gewinnen, bis er endlich eine Elo von über 1700 bekam, obwohl er mehrmals Dan-Spieler besiegt hatte, die weit höher gelistet waren. Auch seine durchschnittliche Turnierleistung liegt weit über 2000. Diesen Wert wird er im Elo-System so schnell nicht erreichen. Selbst dann nicht, wenn er seine Leistung steigert.

- Die DW-Rangliste hatte vorher eine Spalte, die die Turniererfolge eines Spielers abbildete. Hier hat sich gezeigt, dass die Spieler, die auch die Turniere gewinnen, sich die oberen Plätze teilten. Gewinner von Turnieren mit höheren Gegnerschnitt (z.B. die Europa- und Weltmeisterschaft) waren, obwohl sie weniger Turniere spielten und damit auch weniger gewannen, über den anderen Spielern gelistet, da diese Siege mehr wert sind. Siege von Kinderturnieren dagegen waren in Mittelfeld verstreut. Aber dennoch waren diese Kinder höher gelistet als andere Spieler ihrer Altersgruppe. Diese Verteilung ist zu erwarten, wenn man von einer Normalverteilung ausgeht. Um ein Turnier zu gewinnen, muss man die höchste Turnierleistung dieses Turnieres erbracht haben. Je höher der Gegnerschnitt ist, um so höher ist die Leistung, die der Spieler erbracht hat. Wenn ein Spieler diese Leistung regelmäßig zeigt, ist anzunehmen, dass dies seine durchschnittliche Leistung und damit seine Spielstärke ist.

Im Elo-System der FESA zeichnet sich dieser logische Zusammenhang nicht ab, obwohl er sich aus der Normalverteilung ergeben müsste. In der Elo-Liste sind Spieler zu finden, die seit Jahren die Turnierlandschaft dominieren und dennoch unter ihren unterlegenen Gegnern gelistet sind (mit unterlegen meine ich, dass sie gegen diese Gegner eine sehr hohe Gewinnquote haben und ständig Turnierleistungen erzielten, die diese Gegner nie erreichten).